Fährten-Kurs

Warum biete ich Fährtenarbeit an?

Der Hund als ältester Begleiter des Menschen hatte früher Aufgaben, die die „modernen“ Hunde heute nicht mehr oder kaum noch haben.
Kopfarbeit fehlt Ihnen und das führt oft dazu, dass sie sich Ersatzbefriedigungen suchen, z.B. Jogger, Läufer, Rinder jagen. Sie sind einfach nicht ausgearbeitet und da die Fährtenarbeit eine reine Nasen- und Konzentrationsarbeit darstellt, ist Ihr Hund nach einer ausgearbeiteten Fährte restlos erledigt und freut sich, ausruhen zu dürfen.
Die Arbeit mit dem Hund schweißt Mensch und Hund zum Team zusammen.
Auch einem alten oder nicht so gesunden Hund können Sie noch Fährten legen.
Meine Caramba hatte im Alter von fast 11 Jahren noch ihre letzte große Prüfungsfährte mit sehr gutem Erfolg abgesucht.
Es gibt nur sehr wenig Hunde, die sich für Fährtenarbeit nicht eignen. In den vielen Jahren, in denen ich Fährtenschnupperkurse anbiete waren es vielleicht eine Handvoll Hunde, wo ich gesagt habe, das hat keinen Zweck! Der Großteil ist mit einer enormen Freude dabei, wenn sie merken – es geht in die Fährte.


Tolles Fährtenwochenende im Westerwald

im Oktober 2010

Bereits am Freitag trafen wir uns in einem typischen Dorflokal in Mündersbach im Westerwald zum Kennenlernen und zum gemütlichen Abend.

In den letzten Monaten hatte es sich bei den Fährteninteressierten Sennenhund-Freunden bereits herumgesprochen, dass Issi am 30/31.10.2010 wieder ein Fährtenwochenende im Westerwald organisieren würde und so nahmen 4 Berner-Sennenhunde, 2 Entlebucher-Sennenhunde, sowie 1 Australien-Cattle Dog und 1 Mix, alle aus dem Rheinland, dem Lahnsiegkreis oder dem Ruhrgebiet an dem Wochenende teil.

Der Samstag begann mit einem gemeinsamen Frühstück, danach gab es für die Fährtenneulinge eine theoretische Einführung in die Fährtenarbeit und dann fuhren wir zusammen ins Gelände.

Nachdem das ursprünglich zugesagte Gelände leider wegen schlechter Witterung und daraus folgender Ernterückstände nicht zur Verfügung stand, konnte Issi nach kurzfristigen Absprachen doch noch ein Ausweichgelände auftreiben. Das Gelände war wie immer schon von Issi für die verschiedenen Leistungsstände aufgeteilt und so konnten wir nach dem Auslosen der Flächen gleich mit dem legen der Fährten beginnen.

Das Absuchen erfolgte dann nach den Leistungsständen, zuerst wurden die beiden Anfängerfährten abgesucht, ( für beide Hundeführerinnen war es die erste Fährte überhaupt) und nach der Mittagspause, in der es eine leckere heiße Erbsensuppe im Gelände gab, wurden die fortgeschrittenen Fährten abgesucht.


Jede Fährte wurde direkt nach dem Absuchen besprochen und auf eventuelle Schwachstellen hingewiesen und Verbesserungsvorschläge gemacht.

Nachdem einige Teilnehmer gegen 17.00 Uhr noch eine Fährte gelegt hatten, die über Nacht liegen sollte und erst am nächsten Morgen abgesucht wurde, fuhren wir müde aber zufrieden in unsere Unterkünfte.

Gegen 19.00 trafen wir uns dann noch zum gemütlichen Tagesausklang und einem Erfahrungsaustausch, bei dem so einige Geschichten zum Besten gegeben wurden. Es war eine ausgelassene Runde und wir verstanden uns prächtig.

Der Sonntag begann mit einem gemeinsamen Frühstück und gegen 9.00 Uhr wurden die Übernachtfährten abgesucht.

Es ist immer wieder bemerkenswert, zu welchen Leistungen unsere Hunde fähig sind.

Nach rund 16 Stunden Liegezeit und nach dem es einige Stunden heftig geregnet hatte, konnten die Hunde die Fährten immer noch finden, wenn wir auch hier und da eine kleine Hilfestellung geben mussten, so ist das eine Riesenleistung.

Zum Glück ließ der Regen dann nach und die Sonne kam noch zum Vorschein und so konnten wir unsere Fährten wie am Vortag legen und absuchen.

Issi hatte kurzfristig noch zwei schöne Stoppelfelder organisieren können und so hatten wir sogar frisches Gelände.

Der Tag verging wie im Flug und mir bleibt nur, mich nochmals für dieses tolle Fährtenwochenende mit klasse Bewirtung von Kaffee, Tee , Cappuccino, Wasser, Schorle, über Suppen bis hin zu Plätzchen zu bedanken.

Auch wenn ich abends vor Müdigkeit auf der Couch eingeschlafen bin und mir am nächsten Tag alle Knochen weh taten, so kann ich nur sagen, für uns war es EIN TOLLES WOCHENENDE und wir kommen sehr gerne wieder

Herzliche Grüße von Andreas mit Pauline.


Ich bedanke mich sehr herzlich bei den Landwirten aus Rossbach für die Überlassung des Geländes, für die Nachsicht der Jäger, bei der Wirtin des Sonnenhofes für die Anlieferung der leckeren Suppen ins Gelände und für die hervorragende Unterbringung im Haus Hubertus in Mündersbach. Den Hundeführern danke ich für ihr faires, sportliches und rücksichtsvolles Verhalten.

Ilona Klotz



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