Ilona Klotz
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Meine Hunde

Pia – seit einem Jahr ein Klötzchen

Im Oktober 2015 war Pia nun schon ein Jahr im Klotzrudel integriert. Sie ist eine typische Terrierin, kleiner Hund, großes Herz und noch größere Klappe.

Anfangs habe ich mich öfter gefragt, Klotz, warum hast du dir das angetan, denn sie hatte schon Angewohnheiten, die ich so von meinen Hunden bisher nicht kannte.

Da stehe ich eines Tages im Esszimmer vor dem Schrank und sehe plötzlich aus dem Augenwinkel, dass sich die Tischdekoration auf dem Esstisch zu bewegen scheint. Ich drehe mich um und: Mit einer großen Selbstverständlichkeit lief meine Pia über den Tisch. In der Geschwindigkeit, mit der sie jetzt wieder unten war, hatte sie ihn jedoch mit Sicherheit nicht erklommen.

Sie liebte den Kot von meinen Jungs. Kaum hockte sich einer hin, saß sie schon am Auspuff und begrüßte die Würste leckender Weise. Durch Futterumstellung und Zusatzfutter habe ich das Problem relativ schnell in den Griff bekommen.

Typisch Terrier wurde alles, aber auch wirklich alles, angekläfft, was sich draußen nur bewegte. Ob Mensch oder Tier, Pia brauchte man nicht zu sehen, man hörte sie.

Besonders schön war es, wenn sie abends urplötzlich beim Fernsehen loslegte, nur weil ihrer Meinung nach diese Person auf dem Bildschirm nichts in unserem Wohnzimmer zu suchen hatte. Waren Hunde, Katzen oder andere Tiere zu sehen, nicht mal zu hören, dann rastete sie total aus. Auch dieses Übel habe ich in den Griff bekommen, und seitdem fahre ich abends vor der Mattscheibe nicht mehr erschrocken zusammen.

Morgens werden Basti und Luki von ihr sehr intensiv gewaschen, ob sie wollen oder nicht.

Wenn es morgens Butterbrot gibt, dann bekommt sie natürlich wesentlich kleinere Stücke als die Rüden. Ohne Rinde sind die Bröckchen o.k., aber wenn sie die Rinde spürt, werden die Stücke wieder ausgespuckt, die Butter wird abgeleckt, und erst wenn Lukas ein gewisses Interesse an den Stücken erkennen lässt, frisst sie das Brot auf.

Ihr größtes Hobby ist die Mäusebuddelei. Zum Glück ist sie immer so auf das Ausheben der Mäuselöcher fixiert, dass sie bisher nur eine einzige Maus gefangen hat, ansonsten können die immer vor ihr die Flucht ergreifen. Wenn Pia dann irgendwann hinter uns her kommt, hat sie das ganze Mäulchen voller Erde und kann zunächst noch nicht einmal ein Leckerchen nehmen.

Lukas ist ja schon sehr wachsam, aber Pia ist da noch mehr auf der Hut. Wenn sie in Feld oder Wald anschlägt, kann ich sicher sein, dass da jemand kommt oder vor kurzem vorbei gegangen ist.

Sie ist eine richtige, kernige kleine Hündin mit einem enormen Bewegungsdrang, sehr verschmust, sehr lieb und inzwischen für einen Terrier gut erzogen, und ich möchte die kleine Prinzessin nicht mehr missen.

Das Klotzrudel hat ein neues Klötzchen

Pia

Sie glauben, ein neuer Sennenhund ist ins Rudel gekommen - falsch!!!

Eine kleine, neun Monate alte Hündin, mit dem Namen Pia, ist bei uns eingezogen. Sie hat ein braun, schwarzes Fell, ihre Augen sehen aus, als seien sie mit einem Kajalstift umrandet. Sie ist unwahrscheinlich wachsam und hört quasi die Flöhe husten.

Rennt sie mit Lukas um die Wette, dann muß er sich richtig strecken und anstrengen, denn sie ist verdammt schnell und läßt sich nicht so einfach abhängen.

Nach einer erfolgreichen Pilzsuche im Wald ist sie immer noch unermüdlich. Wenn wir zum Wagen zurückgehen, schleichen meine beiden Jungs relativ mürbe hinter mir her. Pia wechselt dagegen immer noch von einer Wegseite zur anderen, läuft vor, schaut in Mäuselöcher und buddelt, was ihre kleinen Pfoten hergeben.

Erst wenn wir nach Hause kommen, fällt sie ins „Koma“ , kuschelt sich in ihr Körbchen und schläft tief und fest.

Ja, unsere Prinzessin ist ein richtiger, kerniger kleiner Hund, freundlich und liebenswert.

So, nun möchten Sie endlich wissen, wer sich hinter Pia verbirgt!

Sie ist ein Lakelandterrier und ein richtiger Terrier.

Ihr Frauchen mußte sie aus gesundheitlichen Gründen abgeben und da ich Pia aus meiner Welpen- und Junghundgruppe kannte, entschloss ich mich, sie zunächst als „Pflegehund“ zu nehmen.

Pia, Basti und Luki

Seit dem 03.10.2014 hat ihr Ex-Frauchen sie mir übereignet. Pia ist schon sehr gut erzogen, ist natürlich noch spontan, neugierig und hat einen schier endlosen Bewegungsdrang. Lukas und sie mögen sich und es ist eine Freude, wenn die Beiden die Wiesen rocken oder endlose Runden um den Buchsbaum im Garten drehen.

Entzückend fand ich eine Situation beim Tierarzt. Die Ärztin hatte ihr nach der Untersuchung eine Hand voll Leckerlies gegeben und Pia wollte sie erst nicht nehmen. Dann sog sie ein, was in ihr Maul passte und als nichts mehr rein ging, zog sie zur Tür. Fast fluchtartig, sie vorneweg, verließen wir die Praxis und auf den ca. 80 Metern zum Parkplatz hatte sie keine Zeit zu schnuppern, bellen oder jemanden anzuknurren. Kaum hatte ich die Autotür geöffnet, sprang sie rein und dann spuckte sie „ihre Beute“ aus. 7 Leckerchen lagen vor ihr, die sie nun in aller Ruhe und Gelassenheit auffraß. So ein Verhalten hatte ich bisher noch nie erlebt.

Hätte mir vor 6 Wochen jemand gesagt, dass ich einen Terrier im Rudel haben würde, ich hätte ihn für verrückt erklärt.

Aber im Hinblick auf mein Alter, glaube ich, dass es eine gute Entscheidung war, die „Prinzessin“ aufzunehmen.

Bastian kümmert sich überhaupt nicht um sie und Lukas ist happy, eine Spielkameradin zu haben.

Fotos von Pia und Lukas können Sie sich unter Fotogalerie, kunterbunte Fotos ansehen.

Lukas wird ein Jahr alt!

Wie die Zeit vergeht – am 4. Februar 2012 wird mein Lukas (der Drecksack) ein Jahr alt. Eine harte Zeit liegt hinter ihm, aber auch hinter mir. Er ist nach wie vor ein sehr durchsetzungsstarker Hund und mit Stresssituationen kann er überhaupt nicht gut umgehen.

Ansonsten hat die Liste mit den positiven Bewertungen den Stand der negativen Beurteilungen weit getoppt. Lukas ist unwahrscheinlich anhänglich, sucht immer, sobald ich mich setze, den körperlichen Kontakt. Er bleibt über Stunden mit Bastian alleine zu Hause, klaut nichts, macht nichts kaputt. Er ist sehr, sehr wachsam, und wenn es einen Grund gibt, dann bellt er die ganze Tonleiter rauf und runter mit einer Lautstärke, dass man meint, eine ganze Horde größerer Hunde wäre zur Verteidigung abgestellt.

Als ich im Herbst an einem abschüssigen Hang im Westerwald auf Pilzsuche war, knackten oberhalb von mir Äste. Da ich nichts sehen konnte, dachte ich zunächst an abspringendes Wild, als ich auf einmal Männerbeine etwas oberhalb von mir in dem recht niedrigen, noch jungen Buchenbestand erspähte. Im selben Moment hatte auch Lukas Wind von dem Pilzsammler bekommen und legte los. Im Wald hörte sich seine Stimme noch bedrohlicher an und hatte den Erfolg, dass sich der „Eindringling“ schleunigst davon machte und wir „unseren“ Wald wieder für uns hatten.

Aber zurück zu seinen inzwischen guten Eigenschaften. Seine Leinenaggression wird besser, Menschen und Pferde mistet er an der Leine nicht mehr an, kommen uns Hunde entgegen, binde ich ihn irgendwo an und entferne mich mit Basti einige Meter von ihm. Dann stelle ich mich mit dem Rücken zu ihm und höre inzwischen nichts mehr von dem pubertierenden Burschen.

Im Wald bleibt er wunderbar auf den Wegen, lässt sich abrufen und blieb neulich sogar bei mir, als ca. 30 Mufflons im Westerwald, 50 m vor uns, unseren Weg kreuzten. Selbst als vier Sauen etwa 5 m vor den Hunden über den Weg wechselten und Lukas nach einer Schreckminute hinterher wollte, ließ er sich sofort abrufen.

Nehme ich meine Hunde zur Hundeschule mit, dann bleibt auch der „Kleine“ ruhig zwei Stunden im Auto liegen. Natürlich habe ich da eine hervorragende Unterstützung durch den „Lehrmeister“ Bastian, der für Lukas ein großes Vorbild ist und an dem er sich sehr stark orientiert. Lukas ist auch kein Beller, wie ich es sehr oft bei den Appenzellern oder Entlebuchern erlebe, und er ist auch kein fanatischer Bällchenjäger. Er liebt es, auf Spaziergängen mit einem Stock Basti zu provozieren, sie rangeln um die „Beute“, aber dann ist es auch gut. Sobald ich rufe, kommt er mit flatternden Ohren angerannt und setzt sich vor mich, toll!

Verschweigen möchte ich nicht, dass der Entlebucher zum Berner das totale Kontrastprogramm darstellt. Unser, im Westerwald überwiegend durch Hecken „eingezäuntes“ Grundstück, wurde von meinen Bernern immer als Grenze akzeptiert. Lukas sagt, wo der Kopf durchpasst, kann man auch ganz durch. Also muss ich immer auf der Hut sein und ihn früh genug abrufen. Zäune – nun ja, bis 1,20m – überspringt er federnd aus dem Stand. Außerdem ist er so neugierig, dass er, bevor er nicht alles genau gecheckt hat, zu keiner anderen Aktivität zu motivieren ist.

Seine Angriffe gegen mich hat er seit einigen Wochen gänzlich eingestellt. Hin und wieder legt sich ein Schalter in seinem Kopf um, und dann springt er kläffend, provozierend, fordernd und frech um mich herum. Dank seines Geschirrs bekomme ich ihn meistens sofort zu packen und kann ihn dann sehr schnell aus dieser Schiene raus holen.

Ich grüble, was mir noch an wirklich negativen Eigenschaften einfällt – nichts! Er ist ein richtig toller Hund geworden, eine Schmusebacke, und ich bin nach wie vor sehr glücklich, dass ich ihn damals, Ende Juni 2011, zu mir genommen habe.

Lukas im Hundehaus

Am Samstag, den 24.09.2011, war es endlich soweit, meine Freundin Karin mir ihrer Bernerin Wendy und ich mit Bastian und Lukas starteten in unseren 1wöchigen Jahresurlaub im Herbst.
Wir hatten erstmals das „Hundehaus am Reinhardswald“ gebucht und waren sehr gespannt, was uns dort, in Hessen, erwartete. Unser Reiseziel hatten wir am Ortsrand von Gottstreu erreicht, an einem Grundstück umgeben von einer höheren Tujahecke und dahinter versteckte sich ein Blockhaus.
Sehr herzlich wurden wir von unserem Vermieter empfangen, erhielten noch einige Informationen über Haus, Grundstück und Umgebung und dann waren wir alleine.
Die Hunde erkundeten sofort den Aussenbereich, nachdem wir den Wagen im Grundstück geparkt und das Tor verschlossen hatten. Karin und ich sahen uns im Haus um und waren vom „Hundehaus“ sehr begeistert. Wohnlich und sehr gemütlich war die Einrichtung, jede von uns hatte einen Schlafraum und auch Wohnraum, Küche, Bad und Vorraum rundeten das Bild harmonisch ab. Es war alles da, was man brauchte und selbst zwei Fahrräder hätte man für ausgedehnte Radwanderungen entlang der Weser benutzen können.
Uns war sehr schnell klar – wir hatten mal wieder das große Los gezogen. Die Hunde tummelten sich nach Herzenslust im eingezäunten Garten, während wir unser Gepäck ins Haus trugen. Danach gab es den ersten ausgedehnten Spaziergang durch den nahe gelegenen Wald und zu unserer Freude fanden wir reichlich Steinpilze.
Bei dem herrlichen Wetter, das wir die ganze Woche über hatten, verbrachten wir relativ viel Zeit in dem wunderschönen Garten, die Weidenlaube lud zum Mittagsschläfchen ein, der geschützte Freisitz hielt abends die aufkommende Kühle ab und es gab genügend Sonnenecken, wo man seinen Kaffee trinken und dabei in Büchern schmökern konnte.
Wegen der Hunde und der Wärme zog es uns nicht in reizvolle Städte der Umgebung, wie z.B. Hann.Münden. Wir waren viel im Wald unterwegs, und an einem Nachmittag wollten wir uns „mal eben“ den Tierpark Sababurg ansehen.
So einen Tierpark hatten wir uns nicht vorgestellt und auch noch nie gesehen. Alleine das Gehege der Wisente, Wildpferde und des Damwilds war 15 ha groß. Eltern mit Kindern konnten am Eingang Bollerwagen nehmen und damit die Kleinen durch die riesige Anlage karren. Zu Fuß wäre das für die Kids nicht möglich gewesen. An diesem Nachmittag sahen wir nur einen Bruchteil des Parks, sodass wir 2 Tage später noch einmal einen ganzen Tag dafür einplanten. Alles haben wir aber immer noch nicht gesehen, das heben wir uns für nächsten Herbst auf.
Sehr beeindruckend war auch der Urwald Sababurg. Auf unterschiedlich langen, vorgegebenen Wanderwegen läuft man an hohen Farnwäldern vorbei, dann stehen da wieder Jahrhunderte alte Eichenriesen. Zum Teil abgestorben, hohl, andere mit weit ausladenden Ästen. Riesige Tannen lassen die Erinnerung an Märchen aufkommen. Man drückte ständig auf den Auslöser der Kamera, wenngleich die Fotos nur einen Bruchteil dessen weitergeben können, was man dort wirklich gesehen und empfunden hat.
Wunderschön war der Mühlenpfad. Liebevoll gehegt und gepflegt wurde diese Anlage, in der es Miniaturen von Burgen und Schlössern, von alten Rathäusern, Mühlen, Bauern- und Gasthöfen gab.
Am letzten Tag waren wir wieder im Wald auf einem Panoramaweg unterwegs, der stetig Bergan ging. Fast waren wir schon oben, als am Steilhang plötzlich ein ganz schmaler Pfad in die Schlucht runter führte, gesichert durch ein Geländer. Dort zogen wir runter und wurden unten durch eine enorme Kühle empfangen. Bäche kamen von den Hängen herunter geflossen und wir mussten über Steintritte ans andere Ufer steigen. Wieder schlängelte sich hier ein schmaler Steig durch uriges Gelände am Wasser und Steilhang entlang.
Etwas bedauert haben wir, dass wir bei solchen Spaziergängen so wenig Wild gesehen haben, wir waren an herrlichen, einsamen Stellen, wo man eigentlich einem Hirsch hätte begegnen können, aber vielleicht treffen wir den im nächsten Jahr.

Fotos zu diesem Bericht werden in den nächsten Tagen in meiner Bildergalerie zu sehen sein.

Abschied

Ein trauriger Sonntag, denn heute, am 11.09.2011, mußte ich meine Gretel die Regenbogenbrücke gehen lassen. Sie durfte ruhig in meinen Armen einschlafen.
Gretel wäre diesen Monat 9 Jahre alt geworden und ich hatte so gehofft, dass wir noch einige Jahre zusammen gehabt hätten. Es war eine viel zu kurze, aber doch intensive und glückliche Zeit, die sie bei uns verbracht hat und ich bin froh, dass wir sie damals mit
5 Jahren aufgenommen hatten.

Am 4. August ist Lukas 6 Monate alt geworden. Ein nach wie vor toller Hund, mit enormer Energie, Power ohne Ende und einem starken Durchsetzungswillen.

Die Abstände zwischen unseren Auseinandersetzungen werden länger und länger, aber plötzlich attackiert er mich dann mal wieder wild entschlossen. Manchmal gelingt es mir, ihn da abzulenken, indem ich einige Leckerchen von mir weg rolle, aber manchmal fängt er sie, um dann doch entschlossen an mich zu gehen.
Schnell begreift er, dass ich einfach besser bin als er und relativ bald sind wir wieder die besten Freunde.
Er ist ein richtiger Schmuser, braucht das Kontaktliegen, kuschelt sich fest an mich und genießt es mit leicht geschlossenen Augen, wenn ich ihm kraulend eine Ganzkörpermassage zukommen lasse.
Schon mit 5 ½ Monaten hob er erstmals das Bein, so gekonnt, als hätte er nie etwas anderes gemacht. Vielleicht hat er Basti heimlich beobachtet?
Wenn ich da an die ersten Versuche von Basti denke, muß ich heute noch schmunzeln. Der hob sein Bein immer so hoch, dass der Strahl zwischen den Vorderbeinen hervorkam. Dann schaute er ganz entsetzt darauf und konnte nicht fassen, was er da sah.
Inzwischen ist Luki Stubenrein, er ist mein erster Welpe, der sich mit einem Jammerlaut bemerkbar machte, wenn er raus mußte. Die anderen Welpen schauten zur Tür, war sie geschlossen und ich hatte ihren Blick nicht bemerkt, ließen sie laufen.

Luki hat auch schon seine ersten Fährten ausgearbeitet. Er hat eine wirklich fantastische Nase und ist hinterher endlich mal richtig müde.
Waldspaziergänge liebt er, vor allem, wenn er mit vollem Tempo durch raschelndes Laub sprinten kann. Aber ich muß auf der Hut sein, weil er auch sehr schnell Wildspuren in der Nase hat. Bisher klappt es allerdings noch hervorragend, wenn ich TSCHÜÜÜÜS rufe, dann macht er auf der Stelle kehrt und kommt mit wehenden Ohren zu mir gerannt.
Bei diesem Hund habe ich aber auch eine neue Erfahrung gemacht. Bisher war ich immer strikt gegen die Brustgeschirre, aber Luki trug ein Brustgeschirr, als ich ihn bekam. Seitdem läuft er mit Geschirr und einer 1 m langen Schleppleine und diese Kombination ist einfach genial.
Die kleine Schleppleine stört ihn überhaupt nicht, aber ich habe die Möglichkeit, ihn direkt auszubremsen, ohne mich immer hektisch über ihn beugen und ins Halsband fassen zu müssen. Das Geschirr ermöglicht es mir auch, ihn sofort richtig packen zu können. Außerdem bremse ich ihn an der richtigen Leine immer wieder ein, indem ich mich einfach kurz auf das Schleppleinchen stelle. So habe ich ihm, mit einem entsprechenden Kommando, relativ schnell die Zieherei an der Leine, abgewöhnt.

Sehr unterschiedliche Auffassungen haben wir von der Gartengestaltung. Er liebt es, U-Bahnanschlüsse zu bauen, bzw. Wasservorratslöcher, aber da es mein Garten ist und ich es nicht will, verbiete ich es ihm.
Luki findet immer etwas, wo er drauf rumkauen kann, aber er kann sich auch sehr schön alleine mit seinen Kauknochen beschäftigen.
Nichts, aber auch wirklich gar nichts hat er bisher kaputt gemacht und mir noch keinen Kratzer zugefügt.
Er bleibt mit meinen beiden Großen über längere Zeit ohne Probleme im Auto. Öffne ich die Heckklappe und rufe „warte“, dann sitzt er brav dort und wartet, bis er raus darf.
Im Wald, wenn ich Pilze sammeln gehe, ist er sehr wachsam und aufmerksam und ich brauche keine Angst zu haben, dass sich jemand anschleichen könnte. Die Krönung wäre natürlich, wenn mir Lukas Pilze anzeigen würde, aber von dieser Übung sind wir bisher noch Meilenweit entfernt.
Eines aber genieße ich jetzt besonders, die Tage sind nicht mehr ausgefüllt mit monotoner Ausdrucksweise. Wie Sie das verstehen sollen? Seitdem ich Lukas habe ging es, wie schon bei den anderen Welpen, von morgens bis abends – nein – fein; lass`das – priiima; manno – fein; gleich kommt der Schlappen – priiima!
Diese Zeit nähert sich zum Glück dem Ende und er wird langsam etwas vernünftiger.
Lukas wäre absolut kein Anfängerhund, aber ich kann aus vollem Herzen sagen, dass ich die richtige Wahl getroffen habe.

LUKAS - zu Hause angekommen!

Montag, 20.06.2011

Lukas ist genau 3 Wochen bei uns. Mein Eindruck, den ich beim ersten Besuch von Lukas mit seinen damaligen Menschen auf meinem Hundeplatz hatte, einen tollen Hund vor mir zu sehen, hat sich voll bestätigt.

Hatte ich mir die Entscheidung, ihn aufzunehmen, nicht ganz leicht gemacht, so musste ich den Entschluss aber bisher keine Sekunde bereuen.

Eigentlich hört sich das alles wunderschön und einfach an und viele Leser werden sich fragen, wieso ist denn dieser Hund überhaupt abgegeben worden.

Dazu ist zu sagen, dass Lukas ein sehr selbstbewusster, durchsetzungsstarker Hund ist, der wissen will, wo er im gemischten Mensch-Hund-Rudel steht.

Montagabend, am 30.05. hatte ich ihn geholt, am Dienstagmorgen um 5.30 Uhr ließ ich ihn im Garten pullern, was er auch sofort machte. Aber dann kam er in vollem Tempo angerannt, hob ab und hing knurrend mit seinen spitzen Milchzähnen in meinem Nachthemd. Ich drehte mich ab, ignorieren – prima, damit war der Weg für einen neuen Angriff frei geworden. Er ließ sich durch nichts stoppen, als ich ihn ins Haus ziehen wollte, wand er sich wie eine Schlange aus seinem Geschirr und blies zur nächste Attacke. Also drückte ich ihn auf den Boden, relativ schnell entspann er sich, aber kaum hatte ich ihn aufstehen lassen, kam er wieder geflogen. Also legte ich ihn aufs Kreuz in der Hoffnung, dass er schnell aufgab. Irrtum, er schnappte wie eine Schnappschildkröte nach meiner an der Halsunterseite liegenden Hand und schien mehr als nur vier Beine zu haben. Er kratzte, trat und war nicht bereit aufzuhören. Ich weiß nicht, wie lange es dauerte, bis er sich endlich entspannte.

Als ich ihn hoch ließ – läutete er die nächste Runde ein. Die Letzte???

Nein, danach kamen noch zwei massive Angriffe. Ich will sie nicht langweilen, deshalb erspare ich mir den weiteren Verlauf. Endlich, endlich gab er auf, kam zu mir, setzte sich auf meine Füße und tat, als wäre nichts geschehen.

Auf jeden Fall hatte ich da eines kapiert – das ältere, hundeunerfahrene Ehepaar war mit Lukas, dem 4 Monate alten Welpen, total überfordert und die Abgabe war eine wirkliche Notlösung.

Es gab in unserer ersten gemeinsamen Woche noch zwei sehr massive Angriffe; an den ersten vier Tagen kleinere, kurze Attacken auf unseren morgendlichen Spaziergängen.

Solch eine Zähigkeit und Ausdauer hatte ich bei keinem meiner Rüden bisher kennen gelernt.

Inzwischen werden die Interwalle der „Kämpfe“ länger und die Attacken selber kürzer. Er ist ein sehr pfiffiger Kerl, der gefallen und alles richtig machen möchte, schnell begreift, was er darf und was nicht und inzwischen eine enorme Ruhe und Gelassenheit ausstrahlt.

Lukas ist zu Hause angekommen, ein wirklicher Sonnenschein und ich freue mich täglich, dass ich mich für ihn entschieden habe.

Aber wieder einmal habe ich erfahren, man soll nie - NIE – sagen. Denn ich wollte keinen 3.Hund und erst recht keinen Welpen mehr haben.

Ein neues Klötzchen im Rudel Klotz

Ein unmöglicher Hund, der Zweite in meinem Rudel, ist gestern, am 30.05.2011 bei mir, Basti und Gretel, eingezogen.

Ich wollte keinen Welpen mehr nehmen, ich wollte auch keine 3 Hunde mehr haben – aber irgendwie hat das Schicksal seine Finger im Spiel gehabt.
Vor einigen Wochen kam ein sehr nettes, älteres Ehepaar mit einem jungen, kess schauenden und dynamischen Entlebucherrüden in meinen Welpenkurs. Warum ausgerechnet so ein ES-Rüde und warum ein Welpe, noch dazu als Ersthundebesitzer, fragte ich mich sofort. Sehr selbstbewusst trat der kleine Kerl auf und mischte, nachdem er vielleicht 5 Minuten zwischen meinen Beinen das Geschehen auf dem Platz fixiert hatte, entschlossen mit. Er schloss sich schnell mit einem großen Schweizer zusammen und ließ nichts anbrennen. Nur sein Herrchen interessierte ihn halt überhaupt nicht und nur mit meiner Hilfe war der kleine Kerl dann auch nach dem Spielende wieder an die Leine zu bekommen.

Seine Menschen klangen in den weiteren Stunden immer verzagter, denn offenbar ließ Lukas zu Hause wohl nichts anbrennen. Er biss seine Leute in die Hacken, die Fersen, die Waden und riss an allem, was sich irgendwie bewegte. Sein gutmütiges Herrchen konnte sich einfach nicht durchsetzen und das nutze der kleine Bursche voll aus. Hatte ich ihn an der Leine, setzte er sich sofort und behielt mich mit seinen schwarzen Knopfaugen fest im Blick, damit er nur ja nichts verpasste. Dringend bat ich sein Herrchen in der letzten Stunde, wenn Not am Manne wäre, wenn er Fragen hätte oder nicht weiter wüsste, er könnte jederzeit anrufen, ich würde ihm gerne helfen.

Am 26.05.11 wurde Lukas in einer befreundeten Tierarztpraxis abgegeben und sollte von dort aus vermittelt werden. Nun hatte das Praxisteam ein Problem mehr und der bisherige Hundebesitzer ein Problem weniger.

Bis Montagmorgen nahm den Entlebucher eine Tierarztelferin mit nach Hause, da dann aber ihre Eltern mit den Familienhunden wieder aus dem Urlaub kamen, konnte Lukas dort nicht bleiben. Montag verbrachte er in der Praxis, denn leider hatten sich keine Interessenten für ihn gefunden.
Am Wochenende hatte ich bereits intensiv nachgedacht, Überlegungen angestellt und beschlossen, wenn er bis Montagabend nicht vermittelt ist, dann soll es vielleicht so sein, dass er bei mir ein neues Zuhause findet.

Montagnachmittag bekam ich eine Nachricht, dass der kleine Kerl die Praxis zusammen bellt und randaliert. Nach dem letzten Kurs fuhr ich hin und noch am selben Abend zog Lukas bei uns ein.

Die Nacht war ganz ruhig, obwohl er gestern Abend noch enorm aufgekratzt war. Der heutige Tag war toll, ein Hund, der sofort und nachhaltig Verbote akzeptiert, mit keiner neuen Situation ein Problem hat, Signale meiner Hunde respektiert und aufgeschlossen anderen Hunden gegenüber ist. Sobald ich mich irgendwo hin setze, legt er sich neben meine Füße und rollt sich zufrieden ein.

Gestern und heute Morgen waren Basti und Gretel noch sehr genervt, aber inzwischen gehen sie mit der neuen Situation recht entspannt um.
Selbst Floh, unseren Kater, jagt er nicht, sondern geht nur langsam hinter ihm her und nachdem Floh ihn einmal kräftig angefaucht hatte, zeigt er kaum noch Interesse an der Katze.
Wenn das alles so bleibt, dann habe ich mal wieder mit einem „unmöglichen“ Hund einen Haupttreffer gelandet.

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Lukas

Neues von meiner Gretel - Feb.2010

Anfang Februar 2010 bekam ich nach längerer Pause mal wieder eine Anfrage von einer mir bekannten Lehrerin, ob ich nicht mit meinen Hunden in die 1.Klasse einer Grundschule kommen könnte, damit den Kindern der richtige Umgang mit Hunden näher gebracht wird.

Ich bat mir eine Nacht Bedenkzeit aus, denn Caspar und Caramba, die oft in Kindergärten oder Schulen mit mir oder meinem Mann waren, leben ja nicht mehr. Nach reiflicher Überlegung war ich mir sicher - Gretel konnte ich mitnehmen!

Also marschierten wir eine Woche später in die Schule, die Pause war noch nicht vorbei, überall rannten und lärmten Kinder, Gretel kümmerte das überhaupt nicht.
Der Hausmeister räumte mit einem lärmenden Blasegerät den Schulhof von Schnee- und Streuresten – Gretel kümmerte das überhaupt nicht.
Im Schulgebäude wurden wir von der Lehrerin empfangen und da wir etwas zu früh waren, holte sie die Klasse mit 28 Kids in den Raum. Völlig gelassen verfolgte Gretel den „Einzug“ der Klasse, die auf Stühlen, die im Kreis aufgestellt waren, Platz nahmen. Gretel und ich wurden sehr lieb und nett von den Kindern begrüßt und nachdem ich etwas über Gretel erzählt hatte, legte ich sie alleine in der Mitte des Kreises ab.

Die Kinder stellten viele Fragen, hatten Kommandos gelernt, die Hunde kennen müssen, wussten, welcher Rasse Gretel angehört, wo Hunde eingesetzt werden und es war eine Freude, die Begeisterung zu sehen, mit der die Kinder bei der Sache waren.
Gretel langweilte sich zusehends, warf sich auf den Rücken, streckte alle Viere in die Luft, was natürlich bei den Kids enorme Heiterkeit auslöste.

Nun gab es kein Halten mehr, die Kinder wollten Gretel streicheln. Also bekam sie 28 kleine Kinderhände vor die Nase gehalten und dann streichelten oder rubbelten sie zaghaft ihren Bauch.

Ganz fasziniert waren die Schüler, als Gretel ohne Worte von mir, nur mit Handzeichen, abgewinkt wurde, einen Zwischenstopp, Sitz und Platz machen musste und dann erst zur mir kommen durfte.

Und dann endlich, endlich durften die Kinder Gretel Leckerlies geben. Vorher musste meine verfressene Gretel nochmals ihren Gehorsam zeigen, indem ich ihr auf jede Vorderpfote ein ganz tolles Leckerlie legte und sie die erst nehmen durfte, als ich es ihr erlaubte. Dann wurden noch 3 Leckerlies zwischen ihre Vorderpfoten gelegt, die sie ebenfalls nicht unaufgefordert nehmen durfte.

und dann waren die Kinder dran.

Nacheinander kamen sie zu mir, ließen sich auf die flache Hand ein Biskuit legen und boten es dann meiner Hündin an.
Brauchten sie etwas Hilfe, konnten sie auf meine Unterstützung hoffen und am Schluss hatten alle Kinder Gretel ein Leckerlie gegeben, auch die, die vorher noch ängstlich abgelehnt hatten.

Das Abschlussfoto hatte ich eigentlich so geplant – 2 Reihen Kinder und davor Gretel. So ein Foto ist nicht zustande gekommen, sondern es kam anders …

Gretel - zu Hause

Am 19.06. ist Gretel 12 Wochen bei uns und ich muß immer wieder schmunzeln, was inzwischen aus ihr geworden ist und wie sie ständig testet, wo sie in dem gemischten Rudel Mensch/Hund steht.

Eigentlich gefällt es ihr bei uns wohl ausgesprochen gut, aber was sie überhaupt nicht ist, eine Frühaufsteherin. Wenn bei mir um 5.30 Uhr der Wecker klingelt, dann kommt sie an mein Bett, legt den Kopf auf die Matratze, kneift die Augen ganz fest zusammen und lässt sich kraulen. Wenn ich dann aufstehe, geht sie schnell zu Bastis Matte und kuschelt sich hinein. Bin ich fertig und will den Raum verlassen, dann muß ich in der Tür noch einmal ausdrücklich nach ihr rufen, denn sie würde wohl lieber liegen bleiben. Abends ab 22.00 Uhr zieht es sie in ihr Nest , eine richtige kleine Schlafmütze ist sie!

Inzwischen hat sie bei und mit uns viel erlebt - wir waren eine Woche zur Ausbildungswoche in Nastätten, was mit ihr überhaupt keine Probleme aufwarf.
Jedes Wochenende geht es in den Westerwald, auf Spaziergängen läuft sie voraus und nicht mehr hinter mir, rauft mit Basti, rast mir ihm durch den Wald, sie tragen zusammen Stöcke, sie fährtet, geht bis zum Bauch ins Wasser, was sie vorher überhaupt nicht gemacht hat und für den 21.06. habe ich sie zur GH 1-Prüfung des SSV angemeldet.
Sie ist eine lustige Hündin geworden, die nicht mehr ständig im Haus als mein Schatten hinter mir ist, sondern wie Basti gelassen irgendwo ruht und erst, wenn wir zum Spaziergang aufbrechen, kommt Leben in sie. Dann trällert sie wie ein Kanarienvogel und ist völlig aus dem Häuschen.

Oft nehme ich sie mit in meine Kurse und es erstaunt mich immer wieder, wie sie ohne verbales Kommando den Zwischenstopp macht. Auch andere Übungen, Platz, Sitz und vieles mehr, machen ihr überhaupt keine Schwierigkeiten.

Verfressen ist Gretel ohne Ende und sobald es in der Wohnung irgendwo knistert, lugt sie um die Ecke, es könnte ja Fressbares im Spiel sein. Krümel gibt es auf meinen Fußböden nicht mehr, sie saugt alles auf. Anfangs musste man um seine Finger fürchten, denn sie schnappte wie ein Hammerhai nach Leckerlies oder angebotenen Dingen, inzwischen nimmt sie alles recht vorsichtig, es sei denn – man vergisst das Zauberwort – LANGSAM - zu sagen. Bevor sie an ihren Fressnapf darf, muß sie sich setzen und erst nach – DU DARFST – geht sie an ihr Futter. Auch Käsestückchen oder Frolics kann ich ihr inzwischen auf die Vorderpfoten legen, ohne dass sie durch einen Sog frühzeitig inhalliert werden.

Wir freuen uns jeden Tag, dass wir uns für Gretel entschieden hatten und hoffen auf viele gute Jahre mit ihr und Basti!

Sobald das Wetter besser wird, möchte diese Klasse noch auf meinen Hundeplatz kommen, damit die Kinder auch mal eine aktive Hundeschulstunde erleben.
Es wäre wirklich schön, wenn mehr Lehrer den Kindern den richtigen Umgang mit Hunden näher bringen würden!

Gretel - 15.11.2009

Etwas über 1 ½ Jahre ist Gretel nun schon bei uns und es wird Zeit, mal wieder etwas über sie zu berichten.
Im September ist sie 7 Jahre alt geworden, 7 Jahre, die man ihr nicht anmerkt.
Sie hat eine tolle Kondition - und konnte Basti sie früher ganz leicht im Lauf abhängen, so muß er sich jetzt ganz schön strecken, weil sich Gretel wie angedockt an seine Fersen heftet.
Übermütig und ausgelassen tobt sie mit Basti durch die Gegend, vor allem Laubwald animiert die Beiden zu ausgelassenen Fangspielen und freundschaftlichen Raufereien. Manchmal schaut sie mich mit blitzenden Augen richtig übermütig an und dann ist Toben zwischen ihr und mir angesagt - wenn ich es will!

In der Hundeschule arbeitet sie am „Fleißkärtchen“, aber auch im Alltag gibt es überhaupt keine Probleme mit ihr.
Sie ist freundlich zu jedermann, freut sich über Streicheleinheiten (wahrscheinlich weil sie zu Hause so wenig bekommt) und kommt auch, manchmal nach einer Ermahnung von mir, mit anderen Hunden gut aus.

Vor einigen Tagen sprangen zwei Rehe vielleicht 5 m vor meinen Bernern über den Weg und natürlich wurde sofort bei Basti und Gretel die Beschleunigung hoch gefahren. Ein Pfiff von mir und beide Hunde kamen umgehend zu mir zurück.

Fressen ist Gretels ganz große Leidenschaft! Trotzdem hat sie bisher nach der Kastration nicht zugenommen. Gibt man ihr etwas aus der Hand, darf man wirklich nie das Zauberwort „langsaaam“ vergessen, denn sonst schnappt sie wie eine Schnappschildkröte zu und die Finger sind echt in Gefahr.

Katzen liebt sie nicht unbedingt, ignoriert sie einfach und kümmert sich weder um unsere noch um fremde Katzen.

Gretel hat sich immer noch nicht an das frühe Aufstehen und die morgendlichen Spaziergänge gegen 6.30 Uhr gewöhnt. Das erste Drittel des Weges schleicht sie hinter mir her, dass sie nicht ständig gähnt ist gerade alles. Erst dann wird sie langsam munterer und das letzte Stück des Weges läuft sie mit den anderen Weggefährten, Anton, Beela und Basti vorne weg.

Bei allem Gehorsam mir gegenüber gibt es doch von Zeit zu Zeit kleine Machtkämpfe zwischen uns, wo sie einfach wissen will, ob sie in unserem Rudel nicht etwas nach vorne rutschen kann. Haben wir dann die Rangfolge erneut geklärt, kommen wir wieder etliche Wochen hervorragend mit einander aus und mein Mann und ich freuen uns immer wieder, diese liebenswürdige, nette, aber auch schrille Gretel bei uns zu haben!

16.08.2008

Am 16.08.2008 haben meine beiden Hunde in Dortmund-Aplerbeck folgende Prüfungen bestanden:

Gretel (Gerda vom Kupferglöckchen)
die Gehorsamsprüfung des SSV der Stufe 1 (GH 1)

und

Basti (Bastian vom Fuße des Westerwaldes)
die Gehorsamsprüfung des SSV der Stufe 2 (GH 2)!

Bastian - 21.06.2008

Heute, am 21.06.2008 hat Bastian die GH1 des SSV in Dortmund-Aplerbeck bestanden.
Gretels Nennung hatte ich wegen ihrer Hitze zurückgezogen.

Wir haben Familienzuwachs bekommen!

Gretel

Hallo, liebe Freunde von Issi und Basti Klotz,

mein Name ist seit Donnerstag, dem 27.03.08 Gretel.

Ob ich an dem Tag erst getauft wurde, nein, aber am 27.03.08 war ein ganz bedeutender Tag für mich, denn da habe ich mein neues Zuhause in Bonn bezogen und meinen neuen Namen bekommen!
Gretel heiße ich ab sofort, höre ich viel lieber drauf als auf Gerda, wie ich bisher gerufen wurde. Nein, nein, ich bin kein Welpe mehr, sondern eine 5 Jahre alte „unmögliche“ Bernerin, die eine neue Familie suchte. Ich war, zusammen mit der 1 Jahr älteren Hündin aus meiner bisherigen Familie als Urlaubshund bei meiner Züchterin. Die wusste, dass mein jetziges Frauchen eine Hündin zu ihrem 17 Monate alten Berner Bastian suchte, allerdings wollte sie wohl zunächst ein jüngeres Mädel haben.
Deshalb sagte sie gleich - nein - als meine Züchterin Karin von mir berichtete, da ich Frauchen mit meinen 5 Jahren zu alt schien, aber eine befreundete Tierärztin meinte dann, dass sie doch am besten wüsste, wie viele Berner gar nicht alt würden. Außerdem hätte sie dann wieder 2 Hunde fast gleichen Alters und wichtig wäre doch, dass die Chemie stimmt. Auch wüsste sie bei mir, als "gebrauchtem Hund", wo ich her wäre.

Gretel und Basti

Den Argumenten konnte sie sich wohl zum Glück nicht verschliessen und am Montag, den 17.03.08, fuhren meine Züchterin und ich nach Bonn. Ich merkte gleich bei Issi - die Chemie stimmt! So benahm ich mich völlig normal, Basti und fünf anderen fremden Hunden gegenüber, wurde nur sofort steif, als man mich am Kopf streicheln oder den Arm um mich legen wollte. Ich wusste ja nicht, was da noch auf mich zukam. Aber es passierte nichts und ich fand es einfach schön!
Im Haus von Issi und Uwe empfand ich es völlig stressfrei, hatte mit Kater Floh keine Probleme, schaute mir alles an und legte mich zu den Menschen.

Am Ostersonntag fuhren meine Züchterin, ihre 5 anderen jungen Hunde und ich in den Westerwald und wir machten mit Basti und seinem Frauchen einen langen Spaziergang. Ich kann Euch sagen, das gefiel mir!!! Wenn wir im herrlichen Sonnenschein Rast machten, saß ich bei oder neben Issi und holte mir da jede Menge Streicheleinheiten ab, die ich sehr genoss, weil ich die in den letzten Monaten sehr vermisst hatte.
"Wauwuff, wäre so ein ZUHAUSE schön!!!“
Ihr werdet es nicht glauben - am 27.03. erschien morgens Issi bei meiner Züchterin. Natürlich zeigte ich ihr meine große Freude, sie zu sehen, ließ mich streicheln und dann flitzte ich schnell zur Haustür. Vielleicht nahm sie mich mit???
Die Frauen tranken Kaffee, quatschten, und dann - was soll ich Euch sagen - ich durfte mit!
Nun zögerte ich keine Minute mehr, verabschiedete mich von Karin meiner Züchterin, die die ganze Zeit so lieb zu mir gewesen war und dann wollte ich nur noch schnell ins Auto. Da saß Basti und empfing mich sehr freundlich. Nach einer längeren Autofahrt kamen wir in Bonn an und ich wusste - das war der Hauptgewinn!

Wisst Ihr, was ich am Nachmittag gemacht habe - eine Fährte, ich glaube, das heißt so, durfte ich absuchen. Wau, einfach Spitze!!! Ich habe es geschafft, toll wie viele Leckerlies ich da gefunden habe und dann das Endfutter - herrlich!!!

Mein neues Frauchen war stolz auf mich und hat mich unendlich gelobt und ich fand mich auch verdammt gut! Abends gab es dann noch ein leckeres Abendessen und in der Nacht durfte ich bei Basti und meinem neuen Frauchen schlafen! Ach, war das schöööön!!!
Ich werde alles in meiner Bernermacht stehende tun, dass ich bei meiner neuen Familie bleiben kann.
Ihr hört bestimmt noch von mir, dicke Nasenstüber schickt Euch
Eure Gretel vom Kupferglöckchen – Klotz
Ilona Klotz

Heute möchte ich Ihnen aus meinem früheren Berner-Terzett meine letzte alte Hündin Leika vorstellen.

Leika kam im Alter von 7 Monaten zu uns. Sie gehörte zunächst einem alten Ehepaar, die Leika als Hund einer ganz ruhigen Rasse, sich allein erziehend, mit 9 Wochen vom Züchter bekommen hatten. Leider hielt sie sich nicht an dieses Versprechen, denn das alte Ehepaar kam mit der jungen, dynamischen und durchsetzungsstarken Hündin nicht klar. Das Herrchen wurde sehr krank und als Frauchen nun mit ihr Gassi gehen musste, erlitt sie bei 2 Straßenlandungen, bedingt durch Leikas ungestüme Art, Rippenbrüche, sodass sie uns die Junghündin nach einem Rehaaufenthalt schenkten. Während meine beiden anderen Berner, die 1 Jahr älteren Geschwister Caspar und Caramba bestrebt waren, alles richtig zu machen, hatte Leika Power für 2 Berner, versuchte ständig ihren Dickkopf durch zu setzen und ersetzte mir in den ersten Jahren locker 3 Rüden. Ständig testete sie ihre Stellung in unserem gemischten Rudel aus, auch mir gegenüber versuchte sie immer wieder, in der Rangfolge nach vorne zu kommen. Sie machte alles im Sturmschritt, faltete bei Begegnungen andere Hunde erst einmal kurz zusammen und wollte danach mit ihnen spielen. Verstehen konnte sie immer nicht, dass die Zahl der Spielgefährten danach recht rar war.

Nierderschmetternd war für uns zunächst das Röntgenergebnis, HD, ED, OCD, ansonsten war sie gesund. Traurig waren wir, als die Ärzte sagten, dass unsere Powerjette eine Lebenserwartung von 2 bis 2 ½ Jahren hätte. Wir sollten sie schonen, schonen, schonen! Das versuchte ich ca. 3 Wochen und beschloss dann – lieber kurz und intensiv gelebt, als lang und freudlos! Also ließ ich von da an Leika wieder selber das Tempo der Bewegungsaktivitäten bestimmen.
Im Alter von knapp 1 ½ Jahren musste ein Lymphosarkom an ihrem Schwanzansatz entfernt werden. Schnell erholte sie sich von der OP und war bald wieder die Alte. Meine 3 D-Hündin liebte Wasser über alles. Oft waren wir in den Sommermonaten am Rhein, wo sie nach einer Goldakkupunktur Wassertreten musste. Das diente der Stärkung und dem Aufbau der Beinmuskulatur. Schwimmende Leckerchen warf ich in 1m Abständen vor sie ins Wasser und so lief sie parallel zum Ufer im Wasser hinterher. Zum Abschluss durfte sie dann Stöcke oder schwimmende Kongs aus dem Wasser holen.
Im Westerwald war es eine Freude, wenn Leika an einem Feuerlöschteich ins Wasser flog. Im wahrsten Sinne des Wortes, denn sie wartete auf der gegenüber höher liegenden Uferseite und wenn der Stock auf der Wasseroberfläche aufschlug, nahm sie Anlauf, hob am Uferrand ab und befand sich für Sekunden wirklich fliegend, mit den Beinen rudernd in der Luft, bis sie dann im Wasser landete. Schwimmen konnte unser “Kälbchen“ immer wie ein Otter und weder Flüsse, Bäche, Tümpel, Teiche noch Pfützen waren vor ihr sicher. Leider darf sie seit 2 Jahren wegen roter, nässender und stark juckender Hautreaktionen nicht mehr ins Wasser.

Im Jahr 2006 hatte Gurkenhobel, wie sie auch liebevoll von uns genannt wird, 3 weitere Krebsoperationen. Anfang 06 wurde ihr mit 9 Jahren zunächst ein Mastzellentumor entfernt, aber schon im Nov. 2006, als Zehnjährige, musste ein schnellwüchsiges, handflächengroßes Osteosarkom weg geschnitten werden. 4 Wochen später war im unmittelbaren Nahbereich eine erneute OP nötig, denn in Wallnussgröße war ein neues Osteosarkom zu fühlen. Es dauerte über Wochen, bis die große Narbe verheilte aber trotzdem war Leika schnell wieder gut drauf.

Sie sind erstaunt? Ja, Sie haben richtig gelesen, im Alter von 9, bzw. 10 Jahren sagte ich - denn heute ist Leika 11 ½ Jahre alt. Herztabletten unterstützen ihr Herz, Appetit hat sie nach wie vor, eine hervorragende Verdauung, möchte vor allem im Auto mit dabei sein, laufen will sie nicht mehr viel und zu ihrem schon immer vorhandenen Dickkopf kommt jetzt noch Altersstarrsinn hinzu, der mit einer mehr oder weniger starken Schwerhörigkeit einher geht. Die ist aber eindeutig Situationsbedingt, denn Dinge, die sie nicht hören soll, bekommt sie sofort mit.

Großes Glück hatten wir, dass Leika die Berge von Tabletten, die sie im Laufe ihres Lebens nehmen musste, immer hervorragend vertragen hat.

Werden die Beschwerden des Alters größer, darf sie, wie schon Caspar und Caramba, friedlich in unseren Armen einschlafen und wir werden froh sein, dass auch sie so alt werden durfte.

Am 11.03.2008 ist Leika ruhig in meinem Arm eingeschlafen und ist über die Regenbogenbrücke zu den anderen Weggefährten gegangen!

Heute, am 30.11.2007, mussten wir unsere gute Caramba im Alter von fast 12 ½ Jahren von den Beschwerden des Alters erlösen. Sie ist die Regenbogenbrücke gegangen um die zahlreichen Weggefährten zu treffen!

Neues von Bastian:

„Kleiner“ rufe ich Basti nach wie vor, aber das ist wirklich stark untertrieben. Er ist ein richtig großer, hübscher Bengel geworden, der sich für jedes Hundemädel interessiert und den Rüden gleich erst einmal den Kopf auf den Nacken legt - Angeber!!!!!!!!!!

Am 09.08.07 ist Bastian 9 Monate alt geworden und ein Jungrüde, der nur so strotzt vor Lebensfreude und Unternehmungslust. Es kann schon mal vorkommen, dass er recht weit vor läuft, weil offensichtlich so tolle Neuigkeiten auf dem Weg zu erkunden sind. Aber sobald ich pfeife oder rufe kommt er in seinem leichten Trab zurück. Verstecke ich mich, findet er mich recht schnell.
Perfekt kann er jetzt beim Markieren sein Bein heben. Die ersten Wochen und Monate als er mit 6 Monaten das Hinterbein hob, traf der Strahl oft seine Vorderbeine, was ihn immer völlig entsetzte. Relativ häufig kam der Strahl auch zwischen seinen Vorderbeinen raus und da starrte er immer sehr fassungslos drauf. Wie gesagt, jetzt ist das alles kein Thema mehr.

Auch mit meinen beiden alten Damen kommt er prima klar, Caramba ignoriert ihn, duldet aber, wenn er sich neben sie legt, wie er es gerne im Garten macht. Leika, das jecke Huhn, baggert ihn regelmäßig an, hüpft um ihn rum, fiept und fordert ihn zum Spiel auf, als wäre sie gerade 2 Jahre alt. Je oller, desto doller!!!!
Diese Aktionen unterbinde ich immer ganz schnell, denn mit ihren alten Knochen und kranken Gelenken kann und darf sie sich solche Intermezzi einfach nicht leisten.

In der Fährtenarbeit ist der Youngster recht unkonzentriert, allerdings schreibe ich das auch mir zu, weil ich momentan einfach aus zeitlichen Gründen zu wenig mit ihm machen kann.

Morgens holt er nach wie vor mit großer Begeisterung die Tageszeitung rein und wie schon sein Vorgänger, unser unvergessener Caspar, trägt er mit Freude sein Körbchen. Auch da ist er natürlich noch nicht so routiniert, so dass es schon mal achtlos auf dem Weg landet, weil tolle Düfte im Umfeld seine ganze Aufmerksamkeit verlangen.

Wasser liebt er sehr, wenngleich seine Schwimmversuche nach wie vor mehr einem Schaufelraddampfer gleichen. Wie er immer wieder ans Ufer kommt, ist mir ein Rätsel, denn er macht die Schwimmbewegung mit den Vorderbeinen nicht ruhig von oben nach unten, sondern er haut seitlich im Wasser rum. Einige Male haben wir schon unsere Handys am Ufer deponiert, um ihn notfalls bergen zu können, was zum Glück bisher nicht notwendig war.

Seiner Pubertät und Rockerphase sehe ich gelassen entgegen. Bisher freue ich mich immer wieder, wie ein 9 Monate alter Rüde durch ständige Konsequenz schon so gut und auch zuverlässig gehorcht.

Caspar, Caramba, Ronny und Leika

Caspar und Caramba

zeigten manchmal, wie es geht...