Ilona Klotz
Sie sind hier: Startseite » Fährten-Kurse » Ein Tag im Westerwald

Ein Tag im Westerwald

… nein, eigentlich waren es zwei Tage, die wir am 21.03. und 22.03.2015 im Westerwald verbrachten. Issi hatte zur Fährte eingeladen und wir wollten wieder unbedingt dabei sein.

Samstag

Pünktlich um 8:00 Uhr fuhr Gudrun mit Luna im Gepäck bei mir vor.
Schnell waren Clara und meine Gepäckstücke verstaut, ein skeptischer Blick zum Himmel, der uns wolkenverhangen entgegen blickte und schon brauste Gudrun davon.Wie mag es wohl mit meiner lustigen Clara werden, ob sie wieder nur Kaspereien in ihrem Airedale-Kopf hat, überlegte ich laut. Gudrun sprach mir Mut zu und so fuhren wir recht vergnügt nach Roßbach, das wir punktgenau um 9:00 Uhr erreichten.Issi begrüßte uns auf das herzlichste und wir lernten Claudia kennen, die mit ihrer Paula, einem Neufundländer, in diesem Jahr das erste Mal dabei sein wollte.Nach kurzer Zeit traf auch Christel mit ihrer Berner Sennenhündin Veruschka ein, worüber sich alle Fährtenfreunde besonders freuten, hatte Christel doch einige Zeit pausiert.Nachdem auch Ilka mit ihrem fröhlichen Hugo bei uns eintraf, konnten wir alle ins Gelände starten.

Hier zogen wir unsere Lose und das Fährtelegen konnte beginnen. Wie mit einem Lineal gezogen waren unsere Geländestücke abgesteckt, wieviel Arbeit hat Issi da hinein gesteckt!Kurz bevor wir loslegten, bekam Issi die Nachricht, dass Magret leider nicht kommen kann, da auf der Fahrt nach Roßbach ihr Auto kaputt gegangen ist. So musste sie leider wieder nach Bonn zurückfahren. Natürlich waren wir alle sehr enttäuscht, ist doch Axel ein Fährtensucher per excellence. Aber zum Glück waren beide gesund und munter – und das ist das Wichtigste.Ich hatte das Los mit der Nummer drei gezogen und begann alsbald eine Fährte zu legen.
Die erste Fährte sollte nicht ganz so lang sein, damit meine Hündin nicht gleich die Lust verliert - gesagt, getan.
Noch hielt das Wetter, dunkle Wolken verhießen zwar nichts Gutes und auch der Wind war recht frisch. Ob Petrus uns wohlgesonnen bleibt?

Zuerst suchte Veruschka, unsere prachtvolle Berner Sennenhündin ihre Fährte fehlerfrei ab.
Dann war Paula dran, auch hier klappte alles recht gut.

Nummer drei hieß es nun und das waren wir. Clara und ich marschierten zu unserem Stück,
Herzklopfen kostenlos, wir bekamen noch ein paar Tipps von Issi und mit dem Kommando „such!“ begann meine Clara recht ordentlich ihre Fährte abzusuchen, sogar der Winkel wurde genommen. Na, das war ja nun mal eine angenehme Überraschung.
Zum Schluss war Luna, Claras beste Freundin, mit Fährten dran. Es klappte alles hervorragend, zum Schluss ging es sogar ein Stück durch den Wald - für Luna gar kein Problem.Petrus hatte kein Einsehen mit uns, er schickte noch mehr Wind und Wolken, mit einigen Regenspritzern, zu uns herunter.
Da musste sich Claudia leider verabschieden, denn erkältet wie sie war, konnte sie dann bei diesem „Sauwetter“ leider nicht mehr bei uns bleiben.
Zu einem kleinen Rudel geschrumpft, machte uns Issi den erlösenden Vorschlag, bei ihr zu Hause das Mittagsmahl einzunehmen. Das wir diesen begeistert annahmen, war wohl klar.

Im Hanseneck eingetroffen empfing uns ein Duft der leckeren Suppe, freudiges Gebell ihrer drei Hunde und wohlige Wärme – welch ein Genuss.So konnten wir uns aufwärmen, köstlich speisen und plaudern. Am liebsten wäre ich ja hier sitzen geblieben, aber unsere Hunde mussten ja auch einmal raus und die zweite Fährte des Tages wollte noch gelegt werden.

Luna und Clara hatten im Auto gewartet. Luna brav, aber Clara? Die freche Dame hatte in der Zeit die Tasche von Gudrun „inspiziert“. Das sie da auf eine Tüte Trockenfutter stieß, hatte sie wohl vermutet, geschmeckt hat es ihr auch wohl sehr, denn es war kein Krümel mehr zu sehen.Kaum waren wir alle im Gelände eingetroffen, begann es zu regnen. Aber ließ sich einer von uns die Laune verderben? Nein Petrus, so schnell geben wir nicht auf!
Wir legten fleißig unsere Fährten und alle unsere Hunde arbeiteten brav und folgsam.

Der warme Tee aus Issis „mobiler Küche“ tat ein Übriges, dass keiner von uns seine gute Laune verlor. So verabschiedeten wir uns nass, aber fröhlich bis zum Abend im Schützenhaus.

Hier verbrachten wir ein gemütliches Beisammensein bei Speis und Trank und lauschten gebannt den Erzählungen der Fährtenexperten Christel und Issi, die viele Jahre Erfahrungen gesammelt hatten, bei Seminaren kreuz und quer durch die Republik.
Gegen 21:00 Uhr hieß es Abschied nehmen, wir waren alle rechtschaffend müde.

Sonntag

Schon kurz nach 6:00 Uhr erwachte ich und mein erster Blick aus dem Fenster:
kein Regen, na das ist ja klasse.Ich machte mich gesellschaftsfähig und führte meine Clara aus. Gudrun war auch schon unterwegs und so waren wir bereits um 8:00 Uhr mit all unseren morgendlichen Aufgabenfertig und wollten frühstücken.

Aber „denkste Puppe“, im Hotel war alles noch ruhig und dunkel, so mussten wir eben noch eine halbe Stunde warten.
Unsere beiden Mädels fanden das Spitze und nutzen die verbleibende Zeit um zu toben und zu spielen.
So schmeckte uns das Frühstück natürlich noch mal so gut, während unsere Mädels recht ungern im Auto auf uns warten mussten.

Am Sonntag trafen auch unsere Freunde Steffi und Uli mit Anton, dem jungen Entebuchler ein. Da ganz vorsichtig die Sonne aus dem Himmel herausschaute gingen wir natürlich voller Elan an unser Tagwerk.Da war die Freude von uns allen groß, dass sich unser kleines Rudel wieder vergrößert hatte.
Menschen und Hunde arbeiteten fleißig, der Himmel war klar, nur der Wind war noch bitter kalt und so verging der Vormittag wie im Fluge.

Diesmal bekamen wir eine gelbe Linsensuppe aufs Feld gebracht. Na, wenn das kein Service ist!
In der Mittagspause gönnten wir unseren Vierbeinern einen langen Spaziergang. Hier fand auch ein Liebespaar zusammen – Anton und Clara, es war Liebe auf den ersten Blick. Sie tobten und spielten, es war eine Freude zuzusehen.

Auch die Nachmittagsfährten haben alle Vierbeiner gut gemeistert. Da kann man nur sagen, unsere Hunde sind einfach toll. Mensch und Tier haben erfolgreich gearbeitet.
Fährte ist eben Fleißarbeit und beim nächsten Mal wird es sicher noch besser.
Ein erfolgreiches und lehrreiches Wochenende liegt hinter uns allen. Natürlich verdanken wir das in erster Linie Issi, die alles wieder unermüdlich so hervorragend vorbereitet hat, Kuchen gebacken, Suppe gekocht, uns mit Tee und Kaffee versorgt und das alles aufs Feld brachte. Auch stand sie uns immer mit Rat und Tat zur Seite.

Auch wenn Petrus versucht hat uns zu ärgern, indem er Wind und Regen schickte, mit Issi schafft er das nicht, steckt sie uns doch immer wieder mit guter Laune und ihrem Elan an.
Was hatten wir doch für einen Spaß!

Leider geht auch das spannendste Wochenende zu Ende und es hieß Abschied nehmen.

Ich sage tschüss zu allen Teilnehmern und würde mich sehr freuen, alle im Oktober wiederzusehen:

Ilka mit Hugo, Christel mit Veruschka, Gudrun mit Luna, Claudia mit Paula, Steffi und Uli mit Anton und Margret mit Axel.

Und natürlich Issi mit Lukas, Basian und der kleinen Pia.



Herzlichst Eure Beatrice Gentz mit Clara