Bericht von Dani
Fährten- Wochenende im Westerwald
Am letzten Märzwochenende fand sich eine bunt gemischte Gruppe von Mensch-Hund-Teams in Freirachdorf im Westerwald ein. Zu einem ersten „Beschnuppern“ kam es beim Abendessen im Hotel Hubertushof, in dem die meisten Teilnehmer auch untergebracht waren.
Unter der Leitung von Issi Klotz wurden Erwartungen und Erfahrungen als Grundlage für die nächsten zwei Tage in geselliger Runde, und bei toller Verpflegung, ausgetauscht.
Schnell war klar, dass sich hier ein harmonischer Kreis von Berner und Entlebucher Sennenhunden, davon eine erst viereinhalb Monate alte Welpe, einem Retriever, einer Magyar Vizla, einem ACD und zwei Mischlingen sowie den dazugehörigen Hundeführern eingefunden hatte.
Am Samstagmorgen, nach reichhaltigem Frühstück und einführender Theorie durch Issi, ging es an die Einteilung in
3 Gruppen von unterschiedlichem Ausbildungsstand der Zwei- und Vierbeiner, und dann auch schon ins Gelände.
Hier erwartete uns ein bereits perfekt abgestecktes, weitläufiges Wiesengelände mit tollen Möglichkeiten für die Neueinsteiger und für die bereits seit langem Fährten-„Infizierten“.
Nach Auslosung der Parzellen ging es dann auch sofort los, und als die „alten Hasen“ endlich mit dem Legen ihrer langen Fährten fertig waren (bei so einem Gelände gerät man halt schnell in einen „Legerausch“ ;-), konnten die Jung-Schnupperer auch schon mit dem Absuchen beginnen.
Die ganze Truppe beobachtete jede Sucharbeit konzentriert und nahm auch an der danach direkt erfolgenden Besprechung teil. Das „Lesen“ der so verschiedenen Hunde, Tipps für das Anzeigen der Gegenstände, das Hinterfragen der Legetechniken der Hundeführer und die darauf basierenden Vorschläge für die nächste Fährte, haben sicher allen Beteiligten, egal ob neu oder erfahren, eine Menge gebracht.
Und dann kam, zu unserer großen Freude, das Wirtsehepaar aus dem Hubertushof mit Kartoffelsuppe und Brötchen zu uns auf den Acker, eine willkommene und leckere Pause für die Hundeführer und unsere Ausbilderin Issi.
Jetzt kamen die Teams aus Gruppe 2 zum Einsatz, und auch hier war wieder die ganze Mannschaft konzentriert dabei, bis auf 2 Fährtenleger, die für die Verleitungen in den Fährten der Gruppe 3 zuständig waren. Interessante Anregungen und Erkenntnisse gab es auch hier, und abschließend die recht langen Fährten der dritten Gruppe. Obwohl es über trockene und recht feuchte Wiesenabschnitte, durch den Wald, durch Wildschwein-Suhlen, bergauf und bergab ging, haben alle Teams ihre Aufgaben toll bewältigt. Zu diesem Zeitpunkt hatten schon alle viele Kilometer hinter sich gebracht, aber es wurden noch 3 „Über-Nacht“-Fährten für die erfahrensten und sichersten Teams gelegt. Erst gegen 18.30 Uhr verliessen wir geschlossen, müde, zufrieden und schmutzig das Gelände.
Der gemeinsame „Feierabend“, wieder bei gutem Essen und in geselliger Runde, bot Raum für Fachsimpeleien und nette Gespräche.
Der Sonntag startete wieder mit ausgiebigem Frühstück und einem zügigen Start ins Gelände. Zuerst wurden die drei Fährten abgesucht, die über Nacht gelegen hatten, und die Entlebucherhündin und die beiden Berner-Damen meisterten die Aufgabe problemlos, obwohl kein einziges Leckerchen in den Fährten geblieben war.
Wieder marschierten alle zum Legen in die ausgelosten Geländeabschnitte und bemühten sich redlich, die Erkenntnisse und Anregungen des Vortages umzusetzen. Und um 17.00 Uhr, nachdem alle Teams abgesucht hatten, sah man nur noch zufriedene, glückliche Gesichter bei den Zweibeinern und entspannte Müdigkeit bei den Hunden.
Zwei Tage, vollgepackt mit interessanten Gesprächen, Verbesserungsvorschlägen, Trainingsanregungen für alle und ganz viel Spaß gingen bei einem gemeinsamen Kaffee zu Ende, und es war deutlich, dass alle Teilnehmer sich über eine Wiederholung sehr freuen würden. Issi Klotz hat das Wochenende mit ihrer Erfahrung, ihrer großen Sachkenntnis und ihrer liebevollen Vorbereitung zu etwas ganz Besonderem gemacht und im Namen aller kann ich nur noch wiederholen: DANKE ISSI – und wenn Du es noch mal auf Dich nehmen würdest, so ein Wochenende zu veranstalten:
wir würden alles stehen und liegen lassen, um in den Westerwald zu reisen!
Viele liebe Grüße und ein herzliches Dankeschön von Dani & Willow
Hiermit möchte ich den Landwirten, die mir dieses herrliche, weitläufige Gelände zur Verfügung gestellt haben, herzlich danken, und ebenfalls bedanke ich mich bei den beiden Jagdpächtern für das mir entgegen gebrachte Verständnis.
Ilona Klotz







