Ilona Klotz
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Juni 2014

Das Ende der schriftlichen Erinnerungen

Ja, hiermit beende ich die schriftlichen Erinnerungen: an Hunde meiner Jugend, an Weggefährten späterer Jahre und nicht zuletzt an wunderschöne Jahre mit drei wunderbaren Hunden. Unser Kleeblatt war alt geworden, als wir unseren guten, lieben Caspar als ersten gehen lassen mussten.

Wochen, Monate mit vielen Arztbesuchen lagen hinter uns. Sommernächte verbrachten wir auf der Terrasse, weil es ihm in den Räumen zu heiß war, er aber die Treppen in unser kühles Schlafzimmer im Untergeschoss nicht mehr schaffte. Bei schlechtem Wetter verbrachte ich die Nächte auf einer schmalen Couch im Arbeitszimmer.

Kein Arzt konnte ihm wirklich helfen, es wurden viele Diagnosen gestellt, aber unser Caspar kam nicht mehr richtig auf die Beine. Ich bin heute der Meinung, dass er eine Anaplasmose hatte, die zur damaligen Zeit nicht erkannt wurde.

Als ich an einem Mittwochmorgen zum Hundeplatz ging und ihn am Mittag, als ich nach Hause kam, an derselben Stelle liegend vorfand, wo ich ihn morgens verlassen hatte, war für mich klar – wir müssen ihn gehen lassen. Er war nicht einmal zur Begrüßung an die Tür gekommen.

Friedlich schlief er in meinen Armen ein, unterstützt durch Streicheleinheiten von meinem Mann.

Einige Monate später konnte auch unsere gute Leika, unser Kälbchen, nicht mehr. Aber immerhin durften wir sie 10 1/2 Jahre haben. Leika, der man 1 ½, höchstens 2 Jahre prophezeit hatte, als sie zu uns gekommen war. Zäh war die Hündin ihr Leben lang gewesen. Hatte einen bösartigen Tumor und die damit schwere und große Operation gut überstanden. 2 Kreuzbandrisse beeinträchtigten vorübergehend ihre ohnehin nicht gesunden Knochen, aber Leika gab nie auf.

Auch sie schlief ganz friedlich in unseren Armen ein.

Ja, und zuletzt mussten wir auch von unserer kleinen, immer freundlichen, manchmal etwas hektischen Caramba Abschied nehmen.

Ich hatte mit ihr im Alter von 11 Jahren und 4 Monaten noch am 6. Rheinischen Fährtenpokal in Hünxe teilgenommen, und mit einer vorzüglichen Leistung von 96 Punkten hatte sie den Wanderpokal ein zweites Mal bekommen. Danach durfte sie in „Rente“ gehen, nur noch zum Spaß fährten, bis wir sie dann auch die Regenbogenbrücke gehen lassen mussten.

Übrigens liegen die Gräber von Asso, Caspar und Caramba dicht nebeneinander, aber Leika haben wir etwas abseits beerdigt, damit sie weit genug von Caramba getrennt ist.

Trost und Freude haben wir durch unseren Bastian bekommen, der damals nach dem Tod von Caspar, 12 Wochen alt, zu den beiden alten Mädels kam.





Vielleicht gibt es irgendwann Erinnerungen an unsere heutigen Weggefährten. Bis es so weit ist, wird es immer wieder mal Fotos in der Fotogalerie bei den „Kunterbunten-Fotos“ geben.

Vielen Dank für Ihr Interesse und bis dann mal!