Ilona Klotz
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Juli 2012

Kreuzbandriss

Asso und ich befanden uns auf einem unserer Spaziergänge, als er relativ langsam durch ein Beet ging, das mit Bodendeckerpflanzen bestückt war. Auf einmal schrie er auf und kam kaum aus dem Beet heraus. Dann saß er wie ein Häufchen Unglück vor mir und als wir weiter gehen wollten, konnte er das eine Hinterbein, ich weiß nicht mehr ob rechts oder links, nicht mehr belasten. Mühsam und langsam kamen wir zu Hause an und am Nachmittag fuhr ich mit ihm zum Tierarzt. Diagnose – Kreuzbandriss.
Schonen war angesagt, absoluter Leinenzwang, also nur kurz raus, alle Geschäfte erledigt und wieder nach Hause. Dann, am 4. Tag, passierte es, er machte eine Kehrtwende und – brach erneut ein. Also fingen wir wieder von vorne an, schonen, an der Leine gehen, gegen die Schmerzen musste er ein Schmerzmittel nehmen.

Irgendwann war das ausgestanden und er konnte wieder normal laufen.
Das blieb übrigens nicht der einzige Kreuzbandriss bei meinen Bernern. 4 Berner und 6 oder 7 Kreuzbandrisse.
Hier verlasse ich die Vergangenheit und berichte aus der Gegenwart. Alles wiederholt sich im Leben.
Beim morgendlichen Spaziergang, heute genau vor 6 Wochen, am , schrie Basti bei einer Kehrtwende auf und stand auf drei Beinen. Sein rechtes Hinterbein war nicht mehr belastbar und mir war klar – Kreuzbandriss. Mühsam humpelte er zum Auto und dank der Rampe konnte er ins Auto „einsteigen“. Mir schossen die Gedanken durch den Kopf, sollte ich ihn operieren lassen oder nicht? Schließlich entschied ich mich gegen die OP.
Im Gegensatz zu den früheren „Fällen“ ließ ich Basti von Anfang an ohne Leine laufen, damit er das Tempo wählen konnte, das ihm gut tat. Die erste Woche machten wir höchstens 80m pro Weg, hin und zurück. Danach verlängerte ich von Tag zu Tag die Wegstrecke etwas. Gleichzeitig ließ ich Basti von einer Osteopathin behandeln, damit Verspannungen, Verklebungen der Muskeln, verursacht durch die Fehlbelastung, möglichst früh wieder gelöst wurden. Die ersten 3 Wochen wurde er alle 8-10 Tage behandelt, danach waren es alle 10-14 Tage. Nach 4 Wochen konnte ich die ersten kleinen Runden mit Basti gehen, Ende der 5.Woche machten wir einzelne, mittlere Runden und jetzt in der 6. Woche haben wir die ersten großen Runden gedreht, aber immer nur eine Runde pro Tag.
Im Gegensatz zu früheren Kreuzbandrissen habe ich Basti anfangs keine Schmerztabletten, aber entzündungshemmende Produkte, gegeben. Erst in der 5. Woche gab ich ihm niedrig dosierte Schmerzmittel, allerdings nur hin und wieder, als wir mit den kleinen Runden anfingen. Jetzt, mit 6 Wochen läuft er schon sehr gut und ich bin froh, ihm mit seiner Niereninsuffizienz nicht die OP und die Narkose zugemutet zu haben.Betonen möchte ich aber, dass ich die jeweiligen Behandlungsveränderungen nicht von den Tagen und Wochen, sondern von dem Allgemeinbefinden meines Hundes abhängig gemacht habe.