Januar 2012

Asso – ich komme!!!

Fast 6 Wochen waren mein Mann und ich nun schon im Rheinland. Ich räumte Kartons aus, Möbel wurden angeliefert, aber das Heimweh ins Ruhrgebiet, zu Asso, war gewaltig.

Es war der 1. Oktober, als mich morgens Assos Frauchen anrief. Sie sagte, „Issi, wenn du die Schränke eingeräumt hast, dann kannst du dir Asso für 4 Wochen nach Bonn holen. Es ist eine Probezeit, wenn ich ohne ihn klar komme, dann darf er bei dir bleiben, wenn ich es nicht ohne ihn schaffe, dann mußt du ihn mir zurück geben“.

Schränke hin, Schränke her, ich ließ alles stehen und liegen , setzte mich ins Auto und fuhr ins Ruhrgebiet – natürlich am Mittag des 1. Oktober; so schnell wie an diesem Tag, war ich noch nie in Bochum!

 

Asso war völlig aus dem Häuschen, als ich in der Wirtschaft erschien. Nach der stürmischen Begrüßung setzte sich Asso vor die Kneipentür und blieb davor liegen, als wüsste er, dass er mit nach Bonn reisen dürfte.

Nachdem sein Frauchen und ich noch etwas geplaudert und einen Kaffee getrunken hatten, fuhren Asso und ich ins Rheinland. Für ihn war es selbstverständlich, dass wir gemeinsam die Wirtschaft verließen und er mit ins Auto einsteigen durfte.

Es folgten wunderschöne, zunächst unbeschwerte 4 Wochen.

 

Asso freundete sich mit unserem Kater Florian an, akzeptierte die Katzen im Westerwald, aber leider raste die Zeit und schnell stand der 1.November vor der Tür.

4 Wochen waren vergangen und am 1. November reisten Asso und ich wieder nach Bochum. Er war völlig unbeschwert, aber auf mir lastete eine große Sorge. Wird sein Frauchen ihn abgeben, oder müssen wir für immer von Asso Abschied nehmen?

Anders als 4 Wochen vorher fuhr ich sehr verhalten über die Autobahn, aber irgendwann war ich halt doch angekommen. Bangen Herzens ging ich mit Asso in die Wirtschaft und mit großer Freude begrüßte er sein Frauchen. Wir setzten uns an einen Tisch und tranken Kaffee, während der Berner neben mir lag.

Stand ich auf, um zur Toilette zu gehen, Asso kam mit mir. Ging ich ans Auto, um noch etwas zu holen – Asso kam mit mir.

Irgendwann stand sein Frauchen auf, verschwand in ihren Räumen und als sie an den Tisch zurück kehrte, legte sie einen Umschlag vor mich auf den Tisch und sagte – „ Issi, das sind die Papiere von Asso, er ist ab sofort dein Hund, ich schenke ihn dir!“

Gerührt fiel ich ihr um den Hals und Asso sprang, als hätte er es verstanden, bellend um uns herum.

Der Abschied war sehr emotional, sein Frauchen vergoss Abschiedstränen, ich vergoss Freudentränen.

Glücklich fuhren Asso und ich am Abend ins Rheinland und nun war er „mein“ erster, eigener Hund.