Ilona Klotz
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Dezember 2013

Meine Berner als Lebensretter

Mein Mann war nach Norwegen gereist, während ich zu Hause Fische, Kater, Blumen, Hunde und Haus und Hof versorgte und hütete.
Einen Tag gönnte ich mir in Bochum. Schon morgens früh fuhr ich mit meinen Dreien, Caspar, Caramba und Leika ins Ruhrgebiet.
Ich besuchte Freunde, hatte einen Termin bei meinem Zahnarzt, umkreiste mit meinen Hunden den Kemnader Stausee und nachdem ich am Nachmittag bei einer Freundin war, kehrten wir abends, müde, aber durchaus zufrieden, ins Rheinland zurück.
Ich machte mit den Bernern noch eine Runde über den Rodderberg, fütterte anschließend die Hunde, sah noch etwas fern um dann todmüde ins Bett zu fallen.
Sofort war ich tief und fest eingeschlafen.

Gegen 0.30 Uhr wurde ich wach, weil mir ständig ein Berner ins Gesicht blies. Mein energisches „lass` es“, half nichts. Kurz drauf wurde ich wieder angeblasen. Schlaftrunken knipste ich endlich die Nachttischlampe an, weil mir das Verhalten meiner Hunde komisch vorkam, wahrscheinlich mußte einer noch mal in den Garten.

Der Raum wurde hell und – ich saß in einem dichten Nebel. Sofort fiel mir das Hundefleisch, dass ich am Abend noch auf der Herdplatte aufgesetzt hatte, ein. - Ich hatte vergessen, die die Platte abzustellen.
Ich sprang aus dem Bett und hastete in die Küche. Zum Glück kannte ich mich aus, denn die ganze Wohnung war so neblig, dass man die Hand nicht vor Augen sehen konnte.
Ich fuhr den Rolladen hoch, riss die Pfanne vom Herd und stellte sie auf die Terrasse.
Die Wohnung stank fürchterlich, ich riss alle verfügbaren Türen und Fenster auf. Ich hoffte inständig, dass nicht ein aufmerksamer Nachbar die Feuerwehr alarmierte, weil aus allen offenen „Löchern“ der Qualm ins Freie drang.

Ca.15 Minuten später klingelte das Telefon, denn unsere Mitbewohner waren nach Hause gekommen und hatten den Brandgeruch wahr genommen und die offenen Fenster und Türen gesehen. Ja, ich konnte mit Überzeugung sagen „alles ok“.
Danach herzte und küsste ich erst einmal meine Berner, denen ich mein Leben verdankte.

Seit diesem Erlebnis haben wir übrigens Rauchmelder installiert