April 2010
Glühwürmchen auf meinem Hundeplatz
Am 21. und 28.04.2010 wurden Sonja und ich morgens um 9.00 Uhr von „Glühwürmchen“ auf meinem Hundeplatz begrüßt.
Ach so, nein, nein, es waren keine Glühwürmchen, die wir im Juni in lauen Sommernächten beobachten können, sondern hier handelte es sich um je eine Gruppe Kids aus einem Kindergarten im Nachbarort.
Voller Spannung erwarteten die Kinder die nacheinander einreffenden Hunde mit ihren Hundeführern aus der Fortgeschrittenengruppe.
Sonja übernahm die Einweisung der Kinder, z.B. warum es so wichtig ist, leise zu sein -
Hunde hören sehr viel besser als der Mensch und somit tut ihnen die Kreischerei oder Schreierei von Kindern richtig in den Ohren weh.
Gibt man einem Hund Leckerchen, sollte man ihm das immer auf der flachen Hand anbieten, damit er nicht aus Versehen in die Finger beißt.
Man sollte sich nie auf einen schlafenden Hund stürzen, denn wenn er sich erschrickt, ist die ganz natürliche, für den Mensch aber schmerzliche Reaktion, dass der Hund nach dem „Angreifer“ schnappt.
Niemals sollte man sich einem Hund von hinten nähern oder wegrennen.
Immer stehen bleiben und dabei den Hund nicht anschauen.
Ferner machte Sonja die Kinder darauf aufmerksam, dass man nie fremde Hunde streicheln sollte, ohne den Hundebesitzer zu fragen, ob man den Hund überhaupt anfassen darf.
Dann hält man ihm immer erst die Hand vor seine Nase, damit er Kontakt aufnehmen kann.
Auch sagte Sonja den Kindern, dass man die Hunde niemals auf oder am Kopf streicheln darf, sondern nur auf dem Rücken oder an der Körperseite.
Einen fressenden Hund nie beim Fressen stören und man sollte einen Hund nie an den Ohren oder an der Rute ziehen.
Dann kam endlich der praktische Teil – die Kinder durften Kontakt zu den Hunden aufnehmen.
Zunächst gingen sie in Gruppen durch die Reihen der abgelegen Hunde. Selbst die Kinder, die anfangs sehr ängstlich waren, ließen sich diese Übung dann doch nicht entgehen.
Danach durften sie sich Hunde aussuchen, die sie streicheln wollten.
Niko, ein Schäferhund, schoß den Vogel ab, denn er gab „Pfötchen“, was die Kinder total begeisterte.
Gretel, meiner Bernersennenhündin, legten sie „Leckerlies“ vor die Pfoten, die sie aber nicht anrühren durfte. Erst auf mein Kommando durfte sie die Stückchen fressen.
Mit den Hunden an der Leine zogen die Kinder über den Platz, machten Übungen mit den Vierbeinern an verschiedenen Geräten und waren ganz stolz, wenn sich die Hunde von ihnen abrufen ließen, „Sitz“ oder „Platz“ machten oder sich einfach nur streicheln ließen.
Gefreut hat uns, dass die Kinder, die vorher sehr verhalten und ängstlich waren, hinterher nicht genug bekommen konnten.
Begeistert und voller Eindrücke zogen die Kinder nach einer Frühstückspause auf dem Hundeplatz wieder Richtung Kindergarten.
Mit Freude und großem Einsatz waren auch die Hundeführer bemüht, den Kindern die Hunde näher zu bringen.
Hiermit möchte ich der gesamten Gruppe für ihr Verständnis, ihre Geduld und ihren Einsatz in den beiden „etwas anderen Stunden“ herzlich danken!
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